[AK Feministische Friedensforschung] Reminder + Link: FemPeaceTalk #2 - Feministische Forschung nach dem Rechtsruck
David Scheuing
d.a.scheuing at web.de
Mo Okt 28 08:47:58 CET 2024
> Liebe Liste, liebe Interessierte,
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> Erinnerung und Link in dieser Mail für unsere zweite Austauschveranstaltung
> im Rahmen des AK Feministische Friedensforschung*FemPeaceTalk #2* :
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> *Mittwoch, 30.10.2024*
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> *19.45-21.15 // online*
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> Login: https://fh-swf.zoom.us/j/67027003283
> Meeting-ID: 670 2700 3283
> (ohne weiteren Kenncode)
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> Einwahl per Telefon: +496971049922,,67027003283#
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> Worum gehts?
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> *Feministische Forschung nach dem Beben*
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> Überlegungen zum Beitrag feministischer Forschung über Rechtsradikalismus, anti-feministischem Backlash und politischer Strategie
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> Ein Beben: 30% der Wähler*innen sind in manchen Bundesländern bereit, gesichert faschistischen Parteizusammenhängen wie der AfD ihre Stimme zu geben. Die ersten Konsequenzen: Absichtserklärungen der politisch irrelevant gewordenen Parteien und eine dramatische Verschiebung der Diskurse um Menschenrechte, Staatsaufgaben, Fürsorge u.w. nach rechts. Die Bild titelt „Schiebt diese Familie endlich ab“ und fühlt sich dabei sicher auf dem Boden des gesellschaftlich Sagbaren. Das Overton-Fenster ist weit nach rechts geöffnet. Das zweite nachfolgende Beben also: Nach rechts gleitet die gesamte Gesellschaft. Dem wollen wir uns in *FemPeaceTalk #2 von einer feministischen Perspektive *annehmen.
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> Denn diese Ergebnisse sind nicht ohne Kontext zu verstehen. So sind sie dann auch nicht überraschend, wenngleich furchtbar. Die Leipziger Autoritarismusstudie fand 2022, dass ein Viertel der Deutschen, mehr Männer als Frauen, ein geschlossenes antifeministisches Weltbild haben. Um besser zu sehen, wie und weshalb sich Gesellschaft nach rechts bewegt, braucht es ein Verständnis der zugrundeliegenden Diskurse und gesellschaftlichen Konfliktverhältnisse (rund um Geschlecht, Klasse, /race/ und weitere gesellschaftliche »Trigger«) derer sich rechte Mobilisierung bedient. Auch eine Beobachtung und Verständnis der Organisierung von rechten Akteur*innen und ihrer Strategien gilt es zu verstehen. Hier kann feministisch-kritische Forschung ihren Beitrag leisten.
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> Daher haben wir uns für *FemPeaceTalk #2* Victoria Scheyer eingeladen. Victoria forscht derzeit an der Monash University in Melbourne, und beschäftigt sich mit Geschlechterdynamiken und Antifeminismus, sowie der Rolle von Frauen in rechten Netzwerken in Deutschland. Ihre Forschung zeigt, dass Geschlecht eine vielseitige und wichtige Rolle der Ideologie, der Struktur und Mobilisierung rechtsextremer Akteur*innen spielt. Vor allem rassifizierter Sexismus und queere Identitäten zählen zu den größten Feindbildern. Die Frage, die sich Victoria derzeit stellt ist: Wie können wir geschlechtssensible Präventionsarbeit leisten?
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> *FemPeaceTalk #2* soll dazu dienen, sich auszutauschen, zu beraten und zu informieren. Vom Eingangsimpuls von Victoria Scheyer wollen wir den Blick weiten hin zu den konkreten Überlegungen der Anwesenden: Wie mittels der Methoden, Forschungansätze und Ergebnisse dem Rechtsgleiten begegnen? Wie aktiv in Diskurse und Organisierung der Rechten intervenieren? Wie gesellschaftskritische Forschung gestalten?
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> Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen und engagierte Diskussion. Keine Anmeldung vonnöten.
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> *Ihr habt eine Idee für FemPeaceTalk #3? Lasst es uns wissen.*
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> – /Info: Dieses Treffen ist offen für alle Personen, die sich für feministische Friedensforschung interessieren. Menschen mit gesichertem Bezug zur rechten Szene sowie Menschen, die sich diskriminierend und menschenverachtend äußern haben hier keinen Platz. Wir werden notfalls von unserem Hausrecht Gebrauch machen./
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> *David Scheuing* (er/he)
> E-Mail: d.a.scheuing at web.de
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